|
Mit der flutungsbedingten Schließung des Besucherbergwerkes Schacht 371 im Dezember 1996, wo immerhin über 60 000 Besucher aus aller Welt zu Gast waren, erwartete die interessierte Öffentlichkeit mit Spannung auf eine neue bergmännische Attraktion in Schlema.
Parallel mit der feierlichen Eröffnung des Kurmittelhauses am 25. Oktober 1998 geben der damalige Geschäftsführer der Wismut GmbH, Dr. Manfred Hagen, und der vorherige Bürgermeister der Gemeinde Schlema, Konrad Barth, bekannt, daß zum Errichten und Betreiben eines Besucherbergwerkes die Genehmigung erteilt wurde.
Voraussetzungen mußten geschaffen werden, daß sach- und fachkundiges Ingenieur- und technisches Personal verantwortungsbewußt Führungen im Bergwerk übernehmen. Dazu wurde zwischen der Wismut GmbH und dem Ring Deutscher Bergingenieure, Bezirksverein Westerzgebirge, eine gemeinsame Vereinbarung abgeschlossen.
Obwohl der Berg noch nicht für die Besucher vorbereitet war, wurde die erst Anfahrschicht mit großer Resonanz angenommen. Umhang, Stiefel, Retter und Geleuchtempfang, dann begann die Seilfahrt im künftigen Besucherbergwerk Markus-Semmler, dem Schacht 15IIb.
Für nur kurze Zeit konnten die Besucher den Geruch von frischen Wettern oder dem Grubenholz wahrnehmen und kurz einen Blick auf einen Vortriebsort unmittelbar am berühmten „Roten Kamm“ werfen.
Überrascht von den Eindrücken, befreit von der Dunkelheit und mit einem Glück Auf begann der Schachthammer die Seilfahrt ans Licht anzukündigen. Die zahlreichen Gäste zeigten deutlich das große Interesse an der Bergbaugeschichte der Region, der geologischen und mineralogischen Vielschichtigkeiten und am Fortgang der Sanierungsarbeiten der Wismut GmbH.
|